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herzlich willkommen auf den Seiten von Tennisschläger-Info-Tennissaiten.de, den Seiten


... Tennisfreaks, die es genau wissen wollen, die wissen wollen, warum, wann und wie Tennisschläger und Tennissaiten (zusammen) funktionieren, Tennisfreaks, die sich nicht mit irgend welchen Marketingaussagen zufrieden geben, die hinterfragen und detailliert informiert sein wollen.

Selbstverständlich kann man auch ohne dieses Detailwissen gutes Tennis spielen, andererseits - es schadet nachweislich auch nicht. Sind Ihnen die Informationen dieser Seiten zu ausführlich und zu technisch ? Unter Topspinner.de finden Sie eine Kurzform dieses Themenbereiches.

Sollten Sie mit der einen oder anderen Darstellung, Ansicht, etc. nicht einverstanden sind, senden Sie uns bitte eine mail mit Ihrem Verbesserungsvorschlag. Diese Seiten sind derzeit im Entstehen und sollen laufend ergänzt und verbessert werden. Co-Autoren zum Thema Tennisschläger bzw. Tennissaiten sind herzlichst willkommen, Texte bitte per email, Bilder und Zeichnung im JPG-Format.

Der Großteil der hier vorgestellten Erkenntnisse zum Thema Tennisschläger ist dem Handbuch für Materialkunde von Joachim Nolte, mit freundlicher Genehmigung von TOPSPINTENNIS entnommen. Berücksichtigen Sie bitte das Copyright, das bei den Autoren liegt und ohne deren ausdrückliche Zustimmung eine Verwendung auch auszugsweise nicht zulässig ist.

Wir freuen uns auch auf Ihre Mitarbeit und veröffentlichen - sofern möglich - alle sinnvolle Beiträge zum Thema Tennisschläger und Tennissaiten, auf Wunsch auch gerne unter Nennung des jeweiligen Autoren.

Viel Spaß auf diesen Informationsseiten wünscht


Ihr TEAM TennisShops.de


   



Tennisspieler müssen wir grundsätzlich in zwei Gruppen einteilen. Erste Gruppe hat zu wenig biomechanische Power und landet bei Fehltreffern im Netz. Die zweite Gruppe hat viel biomechanische Power und würde bei zu direkter Übersetzung bei Fehlern hinter der Grundlinie landen.

Die erste Gruppe sind die Freizeit- und Hobbyspieler, die von jeder Unterstützung durch den höheren Wirkungsgrad von einem Tennisschläger profitieren. Auch sie könnten theoretisch durch eine „kleineren Übersetzung" besser dosieren, doch bringen sie die zusätzlich benötigte Energie nicht über längere Zeit auf.

Für diese Gruppe ist höchste statische Steifheit und große Schlagfläche angesagt. Hier ist die statische Steifheit auch Hauptkriterium für Präzision.

Die zweite Gruppe sind die athletisch ausgebildeten semi- und professionellen Spieler. Sie nutzen ein schlechteres Wirkungsverhältnis von eingebrachter Muskelarbeit zur Ballgeschwindigkeit zur optimalen Dosierung ihrer Kraft und Zuschlaggeschwindigkeit. Hier wird Ballgefühl bzw. Kontrollierbarkeit bestimmend. Bei Profis steht nach wie vor die dynamische Steifheit eines Rackets im Vordergrund. Sie beherrschen es auch in schwierigste Situation dem Tennisschläger noch kinetische Energie zu verleihen.

Die in dieser Gruppe angewendeten relativ weichen Tennisschläger vernichten viel überschüssige Energie durch Verbiegung des Rahmens um den Ball, ohne die Präzision zu verlieren. Diese Effekte sind jedoch nur durch eine perfekte auf den einzelnen Spielertyp abgestimmte Balancierung und Gewichtung zu erreichen.


„Skill" oder Fertigkeit des Spielers

Erstes und wichtigstes Kriterium für die Zuordnung eines passenden Tennisschlägers ist die feinmotorische Fertigkeit des Spielers. Es findet Berücksichtigung in der Auswahl der angemessenen Schlagflächengröße. Hier liegt auch der Schlüssel für Größe und Frequenz von den durch kleinste Treffabweichungen erregten Vibrationen. Sie sind bei besser ausgebildeten Spielern wichtig, um auch noch den Unterschied zwischen gut und sehr gut getroffenen Bällen fühlbar zu machen.

Nach dem Motto "So klein wie möglich und so groß wie nötig" wird die Schlagflächen-größe bei einem Tennisschläger ausgewählt. Für Spieler, die sich noch in der technischen Grundausbildung befinden, empfiehlt es sich eine ca. 30 cm² kleinere Schlagfläche zu wählen, als die Ihrer aktuellen Fertigkeiten entsprechende. Diese Maßnahme fördert die Rückmeldung über falsch getroffene Bälle ...

... und steigert den Lern- und Automationserfolg. Der Spieler wächst sozusagen in die nächste „Skillebene" hinein und hat dann schon den angemessenen Tennisschläger im Besitz. Die statische Steifheit wird hier als zweiter Parameter in diesem Zusammenhang grob zugeordnet, da der Wirkungsgrad später über die Saitenvorspannung noch weiter feinjustiert wird.


Tennisschläger - Komfort

Sollte der Spieler mehr Komfort wünschen, z.B. ein Trainer während des Unterrichts, wo er zwangsläufig nicht den Ball fixiert, sondern die Schüler beobachtet, kann man eine ca. 30 cm² größere Tennisschläger-Fläche wählen. Komfort ist nichts anderes, als eine Schlagfläche größer zu spielen, welche die eigene Treffgenauigkeit unterfordert. Weitere Komfortmaßnahmen sind Dämpfungselemente im Tennisschläger-Rahmen (meistens im Griff) oder in der Saite (Vibrastops etc.)


Tennisschläger - Feedback

Das Resultat des Schlages wird über 2 Kanäle wahrgenommen:

a) durch die optische Weiterverfolgung des Balles

b) durch taktile Druck- und Vibrationswahrnehmung im Griff.

Die taktile Definition der Schlagflächenlage in Bezug auf die Handfläche muss

gewährleistet sein. Es muss also für den Griff ein kantiges Profil vorliegen.

Um ein entspanntes halten (Pause) zu ermöglichen, sind die Qualität des Griffbandes und dessen Zustand von ausschlaggebender Bedeutung. Eine angepasste Umfassungs-griffgröße ist der zweite wichtige Faktor für ein ermüdungsfreies Spielen. Griffgrößen sollten so klein wie möglich gehalten sein, um einen geschlossenen Umfassungsgriff zu ermöglichen, der die auftretenden Ballkräfte günstig (auf den ersten Fingergliedern) aufnimmt. Die auftretenden Drehmomente um die Tennisschläger-Längsachse, werden von heutigen Midplus-Schlägern über das Masseträgheitsmoment um die Längsachse ausreichend gut aufgenommen.

Der Profi benötigt diesen Schlägerparameter um seine Technik in kleinsten Nuancen zu verbessern und sie auf Topniveau zu halten. Das Feedback hängt bei Könnern überwiegend mit der Rahmensteifheit (Weich=Vibrationen) zusammen, da in dieser Klasse fast ausschließlich nahe dem optimalen Treffpunkt gespielt wird.


Hebelverhältnisse – Tennisschlägerlänge

Für einen möglichst langen Tennisschläger spricht die höhere Kopfgeschwindigkeit bei Rotationsbewegungen, ohne den eigenen Swing zu verändern. Diese ist allerdings durch den nötigen höheren Krafteinsatz, bei gleicher Kopfmasse begrenzt. Üblicherweise haben beidhändige Spieler mehr Kraft und radialere Bewegungen.

Lineare Schlägerführung bedingt den Einsatz von einem kurzen Tennisschläger (68,5 cm). Da bei dieser Bewegung der Stoßpunkt des Schlägers nahe am Schlägerherz (statischer Balancepunkt) liegt, schlägt eine "längere Hebelwirkung mal Kraft des Balles" bei Fehltreffern negativ auf den Spieler durch.


Schlagmethode

Hierunter verstehen wir die Art des Schlagschwunges und den daraus resultierenden Geschwindigkeitsverhältnissen. Es ergibt sich aus einer linearen Zuschlagbewegung mit annähernd gleichen Griff- und Kopfgeschwindigkeit andere kinetische Energieverteilung, als bei einer rotierenden Bewegung. Durch Rotation ist die Kopfgeschwindigkeit deutlich höher und der Stoßpunkt leicht oberhalb der Schlagflächenmitte. Griffgewicht ist in dieser Bewegung reinster Ballast, da die Masse nur einfach, die Geschwindigkeit jedoch quadratisch in das Produkt 0,5 m x V² = E eingeht. Für die Kombination aus beiden Bewegungen ergeben sich entsprechend verschmolzene Balancierungen.


Spieltaktik

Weiters Auswahlkriterium ist die vorwiegend angewandte Spieltaktik. Sie fasst oft genutzte Schlagvarianten zu Prioritätsmerkmalen des Tennisschlägers zusammen. Dieser Aspekt bestimmt die Schlagflächengröße. Nach dem Motto „So klein wie möglich und so groß wie nötig" wird sie ausgewählt. Sie wird auch von dem in Punkt eins aufgeführtem „Skill" mitbestimmt. Hier findet sich für den Serve & Volley Spieler der Grund für den Einsatz von „Griff-Ballast". Bei Volleys (statischer Tennisschläger wird von Ball getroffen) bringt die zusätzliche Masse mit optimalem Abstand vom Drehpunkt eine erhebliche Stabilisierung des Rackets.


Kraft und Ausdauer – Gewicht (Swing-Weight)

Um eine Überlastung durch Haltearbeit zu vermeiden, muss man zwei Formen des Muskeleinsatzes unterscheiden: a) Reine Kraftausübung (im physikalischen Sinn: Kraft x Zeit), hierbei ändert der Griff seine Lage relativ zum Körper nicht („statische Arbeit"). Länge und Spannung der eingesetzten Muskeln bleiben im Allgemeinen während der Kraftabgabe etwa gleich. Maximalkräfte können bei statischer Arbeitsweise nur über kurze Zeit (Minutenbereich) erbracht werden, weil dabei Muskelermüdung eintritt, die in Pausen wieder aufgehoben werden muss. (Beispiel: Halten der Arme bei „Überkopf-Arbeit", Tragen eines Koffers). Eine Ermüdung wird dann vermieden, wenn weniger als 15% der jeweiligen möglichen Höchstkraft verlangt werden.

b) Einleitung von Energie (im physikalischen Sinne: Kraft x Weg). Hierbei wird der Griff gegen den Widerstand bewegt („dynamische Arbeit"), so dass sich die Länge (meist auch die Spannung) der eingesetzten Muskeln ändert. Können die Muskeln nach der Kraftabgabe wieder erschlaffen (in einer Pause; auch wenn nacheinander verschiedene Muskelgruppen eingesetzt werden, z. B. bei Wechsel der Kraftrichtung), so tritt Ermüdung je nach Höhe der verlangten Energie nicht oder nur langsam ein (Beispiel: „Pumpen" an einem Hebel, Drehen einer Kurbel). Grundsätzlich ist also diese dynamische Arbeitsform der vorgenannten (statischen) vorzuziehen, weil sie weniger ermüdend wirkt.

Der Tennisschläger-Swingweight sollte so hoch sein, wie es die körperliche Leistungs-fähigkeit zulässt, ohne den Topspeed Schlägerkopfes zu verlangsamen, da hier ein erhebliches Dämpfungs- und Ballbeschleunigungspotential liegt. Dieses Potential ist nicht nur im Aufbau von kinetischer Energie zu sehen, sondern in der Verlagerung des Stoßpunktes in mindestens die Mitte der Schlagfläche.

Vorrangig ist die Geschwindigkeit des Schlägerkopfes für die Geschwindigkeit des Balles. Nach der physikalischen Formel für Energie 0,5 x Masse x V², ist der ausschlaggebende Faktor die maximal erreichbare Kopfgeschwindigkeit, da sie quadratisch in die Rechnung eingeht. So wird bei einem richtig ausgeführten Aufschlag mit Handgelenkeinsatz der Aufschlag mit einem leichten, kopflastigen Schläger schneller.

Ein insgesamt etwas schwererer Tennisschläger (durch mehr Gewicht im Griff) bringt in Bezug zur Ballgeschwindigkeit überhaupt keine Vorteile, da die Griffgeschwindigkeit biomechanisch auf ca. 7,5 m/sec limitiert ist. Ein schwerer Schläger hat einen großen Trägheitsfaktor und wird an der Grundlinie den Ball besser abblocken. Auch verhält sich ein schwerer Tennisschläger ruhiger in der Schlagausführung, da hier wieder der Trägheitsfaktor stabilisierend auf die Schlagausführung wirkt. Bei professionellen Spielern ist eine untere Gewichtsgrenze anzunehmen, da die Energie des anfliegenden Balles (z.B. beim Volley) so hoch ist, dass diesem eine entsprechend träge Masse entgegengestellt werden muss. Bei richtiger Masseverteilung wirkt dies beruhigend auf das Schlägerverhalten und ist von den meisten Athleten ohne Probleme manövrierbar.

Ein letztes Kriterium ist in der Fitness und dem Kraftpotential des Spielers zu finden. Hierüber lässt sich das Gesamtgewicht des Tennisschlägers definieren. Hierbei handelt es sich selten um vom Hersteller vordefinierte Werte, sonder nachträglich mit Bleifolie angepasste Gewichte und Balancen. Wir unterteilen hier grob in Typ Athlet, Sportler und den Freizeitspieler. Um dem in der Leistungsspitze üblicherweise kleineren Kraftpotential von Frauen oder Kindern Rechnung zu tragen, zieht man bei athletischer Vorbildung für Frauen und Kinder ca. 20 - 40 Gramm ab. Im Bereich Denksportler finden keine weiteren Unterscheidungen zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen statt.


Zuordnungstabelle Tennisschläger : Tennisspieler


            Physis          athletisch         normal          schwach          > Swingweight
Treffgenauigkeit          ungenau       ausreichend      präzise            > Schlagfläche
Schlaggeschw.          langsam            mittel           schnell             > Steifheit
        Schlagart          dynamisch         mixed          statisch            > Schlägerlänge
            Drallart          Spin                    Lift               Drive              > Saitenabstand
             Taktik          Baseliner         Allrounder    Serve & Volley     > Balance




Der Racketchooser basiert auf folgenden Zusammenhängen:

  • Schlageschwindigkeit und Treffgenauigkeit werden zu einen Hilfsparameter "Human Power" zusammengefasst 
  • Taktik und Treffgenauigkeit beeinflussen die Schlagflächengröße
  • Schlagflächengröße und Human Power bestimmen die Steifheit des Schläger
  • Athletik, Horizontal- und Vertikalrotation bestimmeGewicht und Balance
  • Vertikalrotation (Spin) bestimmt außerdem die Maschenweite der Besaitung und die Tennisschläger - Länge


Um Anpassungen des abstrakten, empfohlenen Tennisschlägers vorzunehmen, ohne die grobe Verhaltenweise zu verändern, gilt:



  • Minus 3 RA Racketsteifheit = plus 2 kg Besaitungsvorspannung

    Plus 10 cm² Schlagfläche = plus 1kg Saitenvorspannung oder minus 1,5 RA

    Plus 0,5 mm Saitenabstand = plus 2 kg Saitenvorspannung

    Wechsel von Nylonsaite auf Darmsaite = plus 2 kg Saitenvorspannung

    Wechsel von Polyestersaite auf Nylonsaite = plus 2 kg Saitenvorspannung


                                                    und so geht es weiter ....

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